Sammelklage | AWD

Mehr als 2000 Anleger, die herbe Vermögensverluste verzeichnen mussten, nehmen an der Sammelklage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) gegen den AWD teil.

 

Nach Medienberichten liegt der geschätzte Streitwert der Sammelklage bei rund 40 Millionen Euro.

Ein außergerichtlicher Vergleich ist im Dezember 2008 gescheitert.

 

Die Anleger wurden in vielen Fällen über die Risiken der Veranlagung nicht aufgeklärt, oder überhaupt falsch informiert. Insbesondere wurde von den Anlageberatern unrichtigerweise die angebliche Mündelsicherheit der Immofinanz- oder Immoeast-Aktien als Verkaufsargument gebracht.

 

Eine weitere große Anzahl von Geschädigten verfügt über eine Deckung einer Rechtschutzversicherung und wird so gesondert Klagen einbringen.

 

Der AWD wird dann in die Haftung genommen, wenn bewiesen werden, dass „der AWD systematisch und unter Ausnutzung der Bedingungen eines Strukturvertriebs Immobilienaktien an konservative Anleger - als eine Art Ersatz für das Sparbuch - verhökert hat und dabei das typische Risiko von Aktien bewusst verschwiegen wurde", wie der oberste Konsumentenschützer des VKI, Peter Kolba, zitiert wird.

 

Bis zu den ersten Entscheidungen der Gerichte werden aber noch einige Monate vergehen, wenn nicht zuvor ein Vergleich geschlossen wird.

 

 


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